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Schaferer mit neuer Führung

Wahlen bei Jahreshauptversammlung - Manfred Gerer ist jetzt Ehrenmitglied

Stephanskirchen. Gut besucht war die Jahreshauptversammlung der Schafhaltervereinigung Rosenheim im Gasthaus Antretter in Stephanskirchen, bei der fast der gesamte Vorstand neu besetzt wurde. Die Wahlen gingen zügig über die Bühne. Zum neuen Vorsitzenden wählten die Schaferer Roland Kirr, der bisher die Funktion eines Fähnrichs inne hatte. Alexander Mayer wird ihm als Zweiter Vorsitzender tatkräftig zur Seite stehen. Einstimmig votierte die Versammlung dafür, dass Rita Fritz und Elisabeth Berneder als Schriftführerinnen fungieren. Martina Froitzhuber und Andreas Bischoff teilen sich die Aufgabe des Kassiers. Zu Beisitzern wurden Franz Staudacher, Josef Fritz, Sebastian Blank, Eva Holzschuh und Roswitha Hainzl gewählt, Martin Kollmannsberger und Willi Hofmann zu Kassenprüfern. Die Position des Fähnrichs bleibt vorläufig vakant. Der scheidende Vorsitzende Werner Fröwis meinte, es sei an der Zeit, "dass die nächste Generation Verantwortung übernimmt". Er wolle als "Frührentner" dem Verein aber gerne noch mit Rat und Tat behilflich sein.

 

Fröwis ließ nochmals die Höhepunkte im Vereinsleben des vergangenen Jahres Revue passieren. Einer davon sei der gemeinsame Besuch der "Grünen Woche" in Berlin mit Wollkönigin Julia Broden gewesen. Die Schaferer hätten dabei die Gelegenheit genutzt, in Gesprächen mit Vertretern des Landwirtschaftsministeriums die Situation der Schafhaltervereinigungen un dderen besondere Verantwortung für die Landschaftspflege im heimischen Kulturraum darzustellen. Auch die Lehrfahrt in die Oberpfalz zu den deutschen Schafscherermeisterschaften sowie die Teilnahme am Erntedankfest in Rosenheim, die traditionelle Präsentation ihrer Erzeugnisse bei der gut besuchten Schafausstellung im Ameranger Bauernhausmuseum und auf der "Schmankerlstraße" in Rosenheim fanden ebenso Erwähnung wie mehrere Betriebsbesichtigungen.

Lob gab es für die gute Zusammenarbeit mit der ehemaligen Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner und Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner. Eine deftige Schelte mussten dagegen die "Brüsseler Eurokraten" einstecken, die mit überzogener Bürokratie besonders den kleineren Schafhaltern und Schafzüchtern das Leben schwer machten und dazu beitrügen, dass so mancher Schafhalter aufgebe, weil ihm der Verwaltungsaufwand mit immer neuen Ohrmarken als kaum noch vertretbar erscheint. In seinem Rückblick meinte Fröwis dann auch, "dass nicht nur Schafe leidensfähig sind". Ein immer stärker in den Vordergrund tretendes Problem für die Schaferer sei auch, dass gute Weideflächen wegen der gestiegenen Preise kaum noch zu erwerben seien. Zunehmender Maisanbau für Biogasanlagen treibe die Flächenpreise in die Höhe.

Eine besondere Ehre wurde Manfred Gerer zuteil, der laut Förwis seit über 40 Jahren "Schaferer mit Leib und Seele" ist. Er wurde bei der Versammlung zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt.