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Die Schafhaltung ist ernsthaft gefährdet

 

Jahreshauptversammlung beim Schafhalterverein Rosenheim

"Die Schafhaltung ist ernsthaft gefährdet"

Stephanskirchen - Trotz wirtschaftlicher Probleme und unsicherer Zukunfts-perspektiven hörten die auf der Jahreshauptversammlung anwesenden Mitglieder der Schafhaltervereinigung Rosenheim das Kompliment des Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner gern. "Schaferer sind echte Naturschützer", sagte der Abgeordnete vor den Mitgliedern, den Ehrengästen, Behördenvertretern und Vertretern befreundeter Vereine.

In seinem Rechenschafts- und Arbeitsbericht ging Vorsitzender Werner Fröwis auf die Sorgen der rund 50000 bayerischen Schafhalter ein und appellierte eindringlich an seine Berufskollegen, trotz mancher Schwierigkeiten nicht aufzugeben. "Obwohl wir die Kulturlandschaft pflegen, gute Produkte erzeugen und nicht vorrangig nach Profit streben", diagnostizierte Vorsitzender Fröwis die Zukunftsaussichten der Schaferer nicht gerade optimistisch.

Als Gründe dafür stehe nicht nur die "Brüsseler Regelungswut", sondern auch der Umstand, dass die überwiegend kleine Herden haltenden Schaferer älter würden, oft keinen beruflichen Nachfolger fänden und ihnen besonders die hohen Pachtpreise zu schaffen machen würden. Aber auch Erfreuliches konnte Fröwis berichten. So würden die kürzlich auf der "Grünen Woche" in Berlin geführten Gespräche und Kontakte mit Politikern und Verbandsvertretern Anlass sein, etwas verheißungsvoller in die Zukunft zu schauen. Und das läge nicht nur daran, dass die bayerische Wollkönigin die Gesprächspartner "bezirzt" habe.

Nach ihrem ausführlichen Rückblick auf die Vereinsaktivitäten des vergangenen Jahres ließ Schriftführerin Rita Fritz die Anwesenden wissen: "Die Schaferer waren immer dabei und kein Kind von Traurigkeit."

Zum Abschluss informierte Landwirtschaftsdirektor Wolfgang Hampel über das "Förderprogramm für Laufställe" sowie über das überwiegend bei Rindern auftretende, meldepflichtige "Schmallenberg-Virus".

Vorsitzender Fröwis hatte zum Ende noch eine gute Nachricht parat: Vom Wolf gebe es derzeit "nichts Neues". je